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Abmahnung Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft

Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Abmahnungen der Fareds Rechtanwälte erfolgen wegen der vermeintlichen Urheberrechtsverletzungen von Musik- und Filmwerken über Internettauschbörsen bzw. Filesharing / P2P Tauschbörsen (wie z.B. eMule, eDonkey, Bittorrent, Bearshare, Kazaa).

Die Kanzlei Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Hamburg. Die Ermittlung der Anschlussinhaber erfolgt über eine unbekannte Anti Piracy Firma.

Forderungen gemäß der Abmahnung Fareds

In der Fareds-Abmahnung wird, wie in den Abmahnungen von vielen anderen Abmahnkanzleien auch, für den Abgemahnten ungünstige Rechtsprechung angeführt und der Eindruck erweckt, unabhängig davon, ob der Abgemahnte Täter sei oder nicht, so hafte er mindestens als Störer. Gefordert wird auch hier Erstattung der Rechtsanwaltskosten und Schadensersatz für entgangenen Lizenzgewinn. Hierzu wird die Zahlung eines pauschalen Schadensersatzes in Höhe von 850 EUR bei Filmwerken und 450 EUR bei Musikwerken gefordert.

Verteidigungsmöglichkeiten gegen die Abmahnung der Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Da es sich gerade in Filesharingfällen praktisch immer um Massenabmahnungen handelt, beziehen sich diese meistens nicht auf den konkreten Einzelfall.

Angreifbare Punkte sind bereits die IP-Adressenermittlung oder Fälle, in denen das abgemahnte Verhalten nicht korrekt wiedergegeben wurde. Meistens ergeben sich an dieser Stelle aber keine Ansatzpunkte.

Möglich wäre auch, dass es sich bei der heruntergladenen und vom Abgemahnten damit automatisch auch zum Download zur Verfügung gestellten Datei, nur um ein kleines Bruchstück handelt oder es sich ume ine Fake-Datei handelt. Dies nachzuweisen ist aber auch schwer und kann daher nur generell als Angriffspunkten gegen die Abmahnung aufgeführt werden. Zudem ist davon auszugehen, dass heutzutage für die Ermittlung von Urheberechtsverstößen durch die Anti Piracy Firmen Fake-Dateien nciht mehr eingesetzt werden.

Der wichtigste Angriffspunkt bei Abmahnungen wegen Filesharing ist aber die Frage der Täter- oder Störerhaftung. Hierbei insbesondere die Punkte:

  • ein Dritter hat mit Einwilligung des ANschlussinhabers Zugriff auf dessen Internetanschluss und wurde vorher nachweislich belehrt wobei notwendige Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden
  • ein Dritter hat sich unerlaubt Zugriff auf den Internetanschluss des Anschlussinhabers verschafft, obwohl nachweislich notwendige Sicherheitsvorkehrungen hiergegen vom Anschlussinhaber getroffen wurden (sicheres Passwort, Verwendung der der neuesten Verschlüsselungstechnik zum Zeitpunkt des Kaufes
  • die Täterschaft des Anschlussinhabers kann beweissicher ausgeschlossen werden (z.B. wegen Urlaub, Abwesenheit, Arbeit, etc.)
  • die Störerhaftung kann beweissicher ausgeschlossen werden, da alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden sind und alle Prüfpflichten eingehalten wurden

 

Autor: Rechtsanwalt Robert Mehrmann

Robert Mehrmann beschäftigt sich mit allen Fragen rund um IT-Recht und Onlinerecht. Unverbindlicher Direktkontakt zu Rechtsanwalt Mehrmann.

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